Nach dramatischem Rückgang nur mehr vereinzelt in Franken (P, K) und im Landkreis Donau-Ries (J; Adler & Adler 2002a), auch dort instabil. Aufgrund spezifischer Lebensraumansprüche alle Restpopulationen vom Aussterben bedroht (Mitt. M. Berg). Zur ehemaligen Verbreitung in Franken, zu Ökologie und Gefährdungsursachen siehe Krach & Fischer (1982) und Korneck (1985). Im Allgäu bereits frühzeitig erloschen (Dörr 1979). Letzter Nachweis in Südbayern 1982 durch Hüber (1984) bei Landshut, bis die Art durch Tietz & Winter (2001) im Ammergebirge wiedergefunden wurde.
Anmerkungen aus Kommentierte Artenliste 2018 (Erläuterungen)
V 1907, BayAtlas1652; RLBay, FHuG, in weiten Bereichen Bayerns erloschen, >
Gebüschsäume, lichte Eichen- und Kiefernwälder, seltener auf Wald- und Feuchtwiesen (Carpinion, Potentillo-Quercetum, Molinion caeruleae) auf meist wechselfrischen, basenreichen, neutralen Lehm- und Tonböden.
Zeigerwerte nach Ellenberg
Lichtzahl
L:
6
= Halbschatten- bis Halblichtpflanze
Temperaturzahl
T:
6
= Mäßigwärme- bis Wärmezeiger
Kontinentalitätszahl
K:
5
= subozeanisch bis subkontinental
Feuchtezahl
F:
5
= Frischezeiger
F2:
w
= Wechselfeuchtezeiger
Reaktionszahl
R:
8
= Schwachbasen- bis Basenzeiger
Stickstoffzahl
N:
4
= stickstoffarme bis mäßig stickstoffreiche Standorte anzeigend
Salzzahl
S:
0
= nicht salzertragend
Lebensform
Lebensform:
H
= Hemikryptophyt
Blattausdauer
Blattausdauer:
S
= sommergrün
Soziologie
Soziologie:
x
= indifferentes Verhalten
Bei fehlenden Informationen oder fehlender Karte siehe auch über-/untergeordnete Sippe. Bitte beachten Sie auch die Einleitungsseite zu den Steckbriefen.