obwohl in den beiden bestehenden Teilbeständen aktuell kein Rückgang zu erkennen ist, besteht aufgrund des Umfeldes und der Nutzung eine erhöhte Gefahr des Aussterbens
Anmerkungen aus Rote Liste Bayern 2003
Kommt innerhalb Deutschlands nur in den Berchtesgadener Alpen vor, wo nur eine Population im Alpetal sicher bekannt ist. Dort wurde in den 1970er Jahren eine Teilpopulation durch Straßenbau vernichtet. Bei den beiden rezenten Teilpopulationen wird ein verstärktes Aufkommen von Stickstoffzeigern beobachtet (BENNERT et al. 1999). Sie sind auch durch landwirtschaftliche Maßnahmen gefährdet (Mitt. K. Horn).
Anmerkungen aus Kommentierte Artenliste 2018 (Erläuterungen)
V 17, BayAtlas 54; RLBay, Bennert 1999, Horn et al. 2017a, in derzeit anscheinend stabilen Restbeständen nur in den Berchtesgadener Alpen
Schattige, luftfeuchte Waldbestände mit humosen Schuttböden oder Blockfluren aus basenreichen Gesteinen, stellenweise auch in Felsspalten. Das aktuell bekannte bayerische Vorkommen befindet sich in einem moosreichen Fichten-Mischwald auf basenreichem Schiefersandstein mit mäßig feuchtem bis nassem skelettreichem Boden. Der Waldbestand lässt sich syntaxonomisch als moos- und farnreicher Blockschutt-Fichtenwald (Asplenio-Piceetum) fassen. Für andere Gebiete wird die Art für Gesellschaften montaner und subalpiner Feinschutt- und Mergelhalden (Petasition paradoxi) genannt.
Zeigerwerte nach Ellenberg
Lichtzahl
L:
5
= Halbschattenpflanze
Temperaturzahl
T:
4
= Mäßigwärme- bis Kühlezeiger
Kontinentalitätszahl
K:
7
= subkontinental bis kontinental
Feuchtezahl
F:
5
= Frischezeiger
Reaktionszahl
R:
9
= Basen- und Kalkzeiger
Stickstoffzahl
N:
2
= stickstoffarme bis -ärmste Standorte anzeigend
Salzzahl
S:
0
= nicht salzertragend
Lebensform
Lebensform:
G
= Geophyt
Blattausdauer
Blattausdauer:
S
= sommergrün
Soziologie
Soziologie:
4412
= Petasition paradoxi
Bei fehlenden Informationen oder fehlender Karte siehe auch über-/untergeordnete Sippe. Bitte beachten Sie auch die Einleitungsseite zu den Steckbriefen.