Steckbriefe zu den Gefäßpflanzen Bayerns

Diphasiastrum alpinum (L.) Holub
Alpen-Flachbärlapp

taxnr 20017
LfU-taxnr 9P0H155800

Systematik und Morphologie

Trachaeophyta

   Pteridophyta

      Lycopodiopsida

         Lycopodiales

            Lycopodiaceae Pal. ex Mirbel

               Diphasiastrum Holub

                  Diphasiastrum alpinum (L.) Holub

 
Syn./incl.: Diphasium alpinum (L.) Rothm., Lycopodium alpinum L.

Abbildungen zu Diphasiastrum alpinum (L.) Holub

 

 

 

 
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Verbreitung und Status

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Erläuterungen zum Datenbestand
 

Status in Bayern

H

einheimisch

Verantwortung und Schutz
Schutzstatus in Bayern
§ besonders geschützt
Schutzverordnung
A Bundesartenschutzverordnung
Gefährdung
Gefährdung nach Roter Liste Bayern 2024 (Erläuterungen)
2 stark gefährdet
Gefährdung n. RL Bayern 2024 - Hügel- u. Bergland (Erläuterungen)
2 stark gefährdet
Gefährdung n. RL Bayern 2024 - Alpen (Erläuterungen)
3 gefährdet
Gefährdung nach Roter Liste Deutschland 2018
2 stark gefährdet
Gefährdung nach Roter Liste Bayern 2003 (Erläuterungen)
2 stark gefährdet
Anmerkungen zum Taxon
Anmerkungen aus Rote Liste Bayern 2003
Eine Zusammenfassung der Vorkommen in Nordbayern gibt Horn (1996), für den Bayerischen Wald Horn et al. (1999) und Diewald & Horn (2001). Der bislang einzige Nachweis für K gelang Horn & Wolf (1997). Aufgrund stärkerer Rückgangstendenzen in den Alpen plädiert Horn (l. c.) in den Alpen für RL 2. Jedoch konnten im Rahmen der Alpenbiotopkartierung zahlreiche ungefährdete Vorkommen nachgewiesen werden (Mitt. R. Urban). Vom Gipfel des Großen Arber (O) ist der Alpen-Flachbärlapp seit Sendtner (1860) bekannt. 
Anmerkungen aus Kommentierte Artenliste 2018 (Erläuterungen)
V 56, BayAtlas 10; zur Verbreitung in Nordbayern Horn 1996, Horn & Wolf 1997, Diewald & Horn 2001, Horn, Diewald & Scheuerer 2012, Horn et al. 2017c, in den Alpen zerstreut 
Flora von Bayern – Steckbriefe (Erläuterungen)
Bearbeiter
K. Horn 
Standort
Frische, saure, stickstoffarme, meist humusreiche, skelettreiche Lehmböden mit unterschiedlichen Sand- und Tonanteilen an zumeist vollsonnigen, seltener halbschattigen Standorten. Primäre Wuchsorte sind sandige Buckel in Moorgebieten sowie Borstgrasrasen, Zwergstrauch-Heiden und Alpenrosengebüsche in subalpinen bis alpinen Höhenlagen der Bayerischen Alpen. In den Mittelgebirgen werden meist offene Sekundärstandorte jüngeren anthropogenen Ursprungs wie Skipisten, Straßen- und Forstwegböschungen und andere Geländeanschnitte, Schneisen, ehemalige Erdentnahmestellen sowie aufgelassene Steinbrüche besiedelt. Schwerpunktmäßig kommt D. alpinum in lückigen Borstgrasrasen (Nardion strictae, in tieferen Lagen auch Gesellschaften des Violion caninae) und Zwergstrauch-Heiden (insbesondere im montanen Beerstrauch-Gestrüpp, Vaccinio-Callunetum) vor. Aus dem Böhmerwald ist der Alpen-Flachbärlapp-Borstgrasrasen (Lycopodio alpini-Nardetum) als lokal verbreitete Magerrasen-Gesellschaft mit D. alpinum als namengebende Kennart beschrieben worden. In den Alpen ist die Art ferner in lückigen Alpenrosen-Beständen auf sauren bzw. oberflächig versauerten Böden (Rhododendro ferruginei-Vaccinietum) anzutreffen. 

Zeigerwerte nach Ellenberg

Lichtzahl

 L: 

8

 = Lichtpflanze

Temperaturzahl

 T: 

3

 = Kühlezeiger

Kontinentalitätszahl

 K: 

3

 = ozeanisch bis subozeanisch

Feuchtezahl

 F: 

5

 = Frischezeiger

Reaktionszahl

 R: 

2

 = Säure- bis Starksäurezeiger

Stickstoffzahl

 N: 

2

 = stickstoffarme bis -ärmste Standorte anzeigend

Salzzahl

 S: 

0

 = nicht salzertragend

 

Lebensform

 Lebensform: 

C

 = krautiger Chamaephyt

Blattausdauer

 Blattausdauer: 

I

 = immergrün

Soziologie

 Soziologie: 

5111

 = Nardion

 
 
 

Bei fehlenden Informationen oder fehlender Karte siehe auch über-/untergeordnete Sippe. Bitte beachten Sie auch die Einleitungsseite zu den Steckbriefen.