Eine Zusammenfassung der Vorkommen in Nordbayern gibt Horn (1996), für den Bayerischen Wald Horn et al. (1999) und Diewald & Horn (2001). Der bislang einzige Nachweis für K gelang Horn & Wolf (1997). Aufgrund stärkerer Rückgangstendenzen in den Alpen plädiert Horn (l. c.) in den Alpen für RL 2. Jedoch konnten im Rahmen der Alpenbiotopkartierung zahlreiche ungefährdete Vorkommen nachgewiesen werden (Mitt. R. Urban). Vom Gipfel des Großen Arber (O) ist der Alpen-Flachbärlapp seit Sendtner (1860) bekannt.
Anmerkungen aus Kommentierte Artenliste 2018 (Erläuterungen)
V 56, BayAtlas 10; zur Verbreitung in Nordbayern Horn 1996, Horn & Wolf 1997, Diewald & Horn 2001, Horn, Diewald & Scheuerer 2012, Horn et al. 2017c, in den Alpen zerstreut
Frische, saure, stickstoffarme, meist humusreiche, skelettreiche Lehmböden mit unterschiedlichen Sand- und Tonanteilen an zumeist vollsonnigen, seltener halbschattigen Standorten. Primäre Wuchsorte sind sandige Buckel in Moorgebieten sowie Borstgrasrasen, Zwergstrauch-Heiden und Alpenrosengebüsche in subalpinen bis alpinen Höhenlagen der Bayerischen Alpen. In den Mittelgebirgen werden meist offene Sekundärstandorte jüngeren anthropogenen Ursprungs wie Skipisten, Straßen- und Forstwegböschungen und andere Geländeanschnitte, Schneisen, ehemalige Erdentnahmestellen sowie aufgelassene Steinbrüche besiedelt. Schwerpunktmäßig kommt D. alpinum in lückigen Borstgrasrasen (Nardion strictae, in tieferen Lagen auch Gesellschaften des Violion caninae) und Zwergstrauch-Heiden (insbesondere im montanen Beerstrauch-Gestrüpp, Vaccinio-Callunetum) vor. Aus dem Böhmerwald ist der Alpen-Flachbärlapp-Borstgrasrasen (Lycopodio alpini-Nardetum) als lokal verbreitete Magerrasen-Gesellschaft mit D. alpinum als namengebende Kennart beschrieben worden. In den Alpen ist die Art ferner in lückigen Alpenrosen-Beständen auf sauren bzw. oberflächig versauerten Böden (Rhododendro ferruginei-Vaccinietum) anzutreffen.
Zeigerwerte nach Ellenberg
Lichtzahl
L:
8
= Lichtpflanze
Temperaturzahl
T:
3
= Kühlezeiger
Kontinentalitätszahl
K:
3
= ozeanisch bis subozeanisch
Feuchtezahl
F:
5
= Frischezeiger
Reaktionszahl
R:
2
= Säure- bis Starksäurezeiger
Stickstoffzahl
N:
2
= stickstoffarme bis -ärmste Standorte anzeigend
Salzzahl
S:
0
= nicht salzertragend
Lebensform
Lebensform:
C
= krautiger Chamaephyt
Blattausdauer
Blattausdauer:
I
= immergrün
Soziologie
Soziologie:
5111
= Nardion
Bei fehlenden Informationen oder fehlender Karte siehe auch über-/untergeordnete Sippe. Bitte beachten Sie auch die Einleitungsseite zu den Steckbriefen.