Für Synonym Woodsia pulchella Bertol. : Zur Entdeckungsgeschichte siehe Paul (1952). In Deutschland nur in den Allgäuer und Berchtesgadener Alpen in sechs Populationen, von denen nur zwei mehr als zehn Individuen aufweisen. Eine Population bei Innzell ist verschollen, eine weitere steht vor dem Erlöschen (Bennert et al. 1999). Gefährdungsursachen sind Erosionsvorgänge und Botanisieren. Aktuell nur mehr eine Population in ausreichend überlebensfähigem Zustand. Bennert et al. (1995) fordern daher dringend populationsstärkende Maßnahmen zur Erhaltung der Art.
Anmerkungen aus Kommentierte Artenliste 2018 (Erläuterungen)
BayAtlas 57; Ade 1911, Vollmann 1917, Suessenguth 1934, Hepp 1954, Bennert 1999, FAllg 2001, Horn et al. 2017a, RLBay, nur an wenigen Stellen der Allgäuer und Berchtesgadener Alpen
Sickerfeuchte Felsspalten leicht bis mäßig beschatteter Kalk- und Dolomitfelsen, oftmals in luftfeuchter Lage (unmittelbare Nachbarschaft von Seen, tief eingeschnittene Klammen). W. glabella subsp. pulchella ist eine charakteristische Art der montanen bis alpinen Kalkfelsspalten-Gesellschaften (Potentillion caulescentis, Cystopteridion fragilis).
Zeigerwerte nach Ellenberg
Für Synonym Woodsia pulchella Bertol.
Lichtzahl
L:
6
= Halbschatten- bis Halblichtpflanze
Temperaturzahl
T:
3
= Kühlezeiger
Kontinentalitätszahl
K:
?
= ungeklärtes Verhalten
Feuchtezahl
F:
5
= Frischezeiger
Reaktionszahl
R:
8
= Schwachbasen- bis Basenzeiger
Stickstoffzahl
N:
2
= stickstoffarme bis -ärmste Standorte anzeigend
Salzzahl
S:
0
= nicht salzertragend
Lebensform
Lebensform:
H
= Hemikryptophyt
Blattausdauer
Blattausdauer:
S
= sommergrün
Soziologie
Soziologie:
4212
= Cystopteridion
Bei fehlenden Informationen oder fehlender Karte siehe auch über-/untergeordnete Sippe. Bitte beachten Sie auch die Einleitungsseite zu den Steckbriefen.