Altangaben aus dem Regnitzbecken von Solereder (1921): Reichswald bei Tennenlohe und an den Dechsendorfer Weihern. In Niederbayern bis zuletzt nur mehr ein Wuchsort in einem Graben bei Wallersdorf, dieser durch Nacktschneckenfraß vernichtet. Nachzuchten dieser letzten Population existieren in neu geschaffenen Biotopen im unteren Isartal. Der Wuchsort bei Geisenfeld ist ebenfalls verschollen (Scheuerer 1999a, b). Letzter Nachweis in Unterfranken 1934 bei Randersacker (P, Meierott 2001). Am Bodensee noch 1996 in einer Streuwiese bei Lindau nachgewiesen (Mitt. M. Berg).
Anmerkungen aus Kommentierte Artenliste 2018 (Erläuterungen)
V 1737, BayAtlas 1463; RLBay, Scheuerer 1997, Zahlheimer 2001, FAllg 2004, FHuG, extremer Rückgang, teilweise Wiederansiedlungsversuche durch Nachzucht, bei Bamberg neu angepflanzt, >
Sumpf- und Moorwiesen, Nasswiesen, lückige Röhrichte und Großseggenriede, periodisch überflutete Feuchtwiesen und Flutrasen, in feuchten Mulden, Gräben, an Ufern und in Altwässern, auf nassen bis wechselfeuchten, basenreichen (aber meist kalkarmen) Böden, licht- und wärmeliebend (Cnidion– oft mit Viola stagnina, Magnocaricion, Agropyro-Rumicion).
Zeigerwerte nach Ellenberg
Lichtzahl
L:
7
= Halblichtpflanze
Temperaturzahl
T:
7
= Wärmezeiger
Kontinentalitätszahl
K:
5
= subozeanisch bis subkontinental
Feuchtezahl
F:
8
= Feuchte- bis Nässezeiger
F2:
w
= Wechselfeuchtezeiger
Reaktionszahl
R:
7
= Schwachsäure- bis Schwachbasenzeiger
Stickstoffzahl
N:
4
= stickstoffarme bis mäßig stickstoffreiche Standorte anzeigend
Salzzahl
S:
1
= schwach salzertragend
Lebensform
Lebensform:
H
= Hemikryptophyt
Blattausdauer
Blattausdauer:
W
= überwinternd grün
Soziologie
Soziologie:
5413
= Cnidion
Bei fehlenden Informationen oder fehlender Karte siehe auch über-/untergeordnete Sippe. Bitte beachten Sie auch die Einleitungsseite zu den Steckbriefen.