Steckbriefe zu den Gefäßpflanzen Bayerns

Lycopodiella inundata (L.) Holub
Sumpf-Bärlapp

taxnr 3559
LfU-taxnr 9P0H325600

Systematik und Morphologie

Trachaeophyta

   Pteridophyta

      Lycopodiopsida

         Lycopodiales

            Lycopodiaceae Pal. ex Mirbel

               Lycopodiella Holub

                  Lycopodiella inundata (L.) Holub

 
Syn./incl.: Lepidotis inundata (L.) Börner, Lycopodium inundatum L.

Abbildungen zu Lycopodiella inundata (L.) Holub

 

 

 

 

 
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Verbreitung und Status

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Erläuterungen zum Datenbestand
 

Status in Bayern

H

einheimisch

Verantwortung und Schutz
Schutzstatus in Bayern
§ besonders geschützt
Schutzverordnung
A Bundesartenschutzverordnung
Gefährdung
Gefährdung nach Roter Liste Bayern 2024 (Erläuterungen)
2 stark gefährdet
Gefährdung n. RL Bayern 2024 - Hügel- u. Bergland (Erläuterungen)
2 stark gefährdet
Gefährdung n. RL Bayern 2024 - Alpen (Erläuterungen)
3 gefährdet
Gefährdung nach Roter Liste Deutschland 2018
3 gefährdet
Gefährdung nach Roter Liste Bayern 2003 (Erläuterungen)
3 gefährdet
Anmerkungen zum Taxon
Anmerkungen aus Rote Liste Bayern 2003
In den Mooren des Flachlandes durch Melioration und Sukzession erhebliche Rückgänge. Demgegenüber noch stabile, primäre Vorkommen in den Hochlagen des Hinteren Bayerischen Waldes und der Alpen. Doch auch im Bayerischen Wald stellenweise verschollen. Im Truppenübungsplatz Wildflecken (Rhön, S) nach Pflege zahlreich und stabil (Mitt. L. Meierott). 
Anmerkungen aus Kommentierte Artenliste 2018 (Erläuterungen)
V 54, BayAtlas 2; RLBay, nur noch in den Alpen und im Hinteren Bayerischen Wald (Horn et al. 2012) in stabilen, primären Populationen, > 
Flora von Bayern – Steckbriefe (Erläuterungen)
Bearbeiter
K. Horn 
Standort
Feuchte bis nasse, kalkarme, in der Regel saure Torfschlamm- und Sandböden, die periodisch überschwemmt sein können. Selten werden auch kalkarme Lehm- und Tonböden besiedelt. Als lichtliebende Art werden vollsonnige Standorte bevorzugt. Primäre Wuchsorte sind Schlenken und feuchte Senken in Hoch- und Zwischenmooren sowie Uferbereiche von Heide- und Moorseen. An den beiden Arberseen im Bayerischen Wald wächst L. inundata im Randbereich der schwimmenden Moorinseln. Vielerorts ist die Art heute nur noch an Sekundärstandorten wie feuchten Fahrspuren in Heidegebieten, aufgelassenen Sandsteinbrüchen, Sandentnahmestellen sowie Kies-, Lehm- oder Tongruben anzutreffen. Der Sumpfbärlapp besiedelt verschiedene Zwischenmoor- und Schlenkengesellschaften (Scheuchzerietalia palustris) und gilt innerhalb dieser Ordnung als schwache Kennart der Schnabelried-Gesellschaft (Rhynchosporetum albae). 

Zeigerwerte nach Ellenberg

Lichtzahl

 L: 

8

 = Lichtpflanze

Temperaturzahl

 T: 

4

 = Mäßigwärme- bis Kühlezeiger

Kontinentalitätszahl

 K: 

2

 = ozeanisch

Feuchtezahl

 F: 

9

 = Nässezeiger

 F2: 

u

 = Überschwemmungszeiger

Reaktionszahl

 R: 

3

 = Säurezeiger

Stickstoffzahl

 N: 

1

 = stickstoffärmste Standorte anzeigend

Salzzahl

 S: 

0

 = nicht salzertragend

 

Lebensform

 Lebensform: 

C

 = krautiger Chamaephyt

Blattausdauer

 Blattausdauer: 

W

 = überwinternd grün

Soziologie

 Soziologie: 

1711

 = Rhynchosporion albae

 
 
 

Bei fehlenden Informationen oder fehlender Karte siehe auch über-/untergeordnete Sippe. Bitte beachten Sie auch die Einleitungsseite zu den Steckbriefen.