ursprünglicher Wuchsort bei Obernburg am Main durch Müllablagerung (vor 1999) zerstört, Neufund nordwestlich Frammersbach (2008)
Anmerkungen aus Rote Liste Bayern 2003
In Bayern nur in einer sehr individuenarmen Population am NO-Rand des Odenwaldes an der Grenze zu Hessen nachgewiesen (Meierott & Wirth 1982). Eine Überprüfung des Wuchsortes im Frühjahr 1999 erbrachte keinen Nachweis mehr (Horn zit. in Bennert et al. 1999).
Anmerkungen aus Kommentierte Artenliste 2018 (Erläuterungen)
nach Meierott & Wirth 1982 und Wolfstetter 1983 am Nordostrand des Odenwaldes bei Obernburg, jedoch seit dem Frühjahr 1999 nicht mehr auffindbar (Horn in Bennert 1999). Nach Korneck 2007 wurde das einzige bayerische Vorkommen durch forstliche Maßnahmen vernichtet.
Mäßig frische bis sickerfeuchte, meist nährstoff- und basenreiche, kalkarme, humose, sandige Lehmböden oder Schluffböden an schattigen, luftfeuchten Standorten in wintermilden Lagen. P. setiferum kommt in Buchen- und Mischwäldern vor und besiedelt dort bevorzugt Abhänge, Geländeeinschnitte oder Böschungen mit nördlicher oder nordöstlicher Exposition. Die Art ist in verschiedenen Buchenwaldgesellschaften (Fagetalia sylvaticae), Eschen-Ahorn-Wäldern (Fraxino-Aceretum pseudoplatani) und Eichen-Hainbuchenwäldern (Carpinion betuli) anzutreffen.
Zeigerwerte nach Ellenberg
Lichtzahl
L:
3
= Schattenpflanze
Temperaturzahl
T:
7
= Wärmezeiger
Kontinentalitätszahl
K:
2
= ozeanisch
Feuchtezahl
F:
6
= Frische- bis Feuchtezeiger
Reaktionszahl
R:
5
= Mäßigsäurezeiger
Stickstoffzahl
N:
5
= mäßig stickstoffreiche Standorte anzeigend
Salzzahl
S:
0
= nicht salzertragend
Lebensform
Lebensform:
H
= Hemikryptophyt
Blattausdauer
Blattausdauer:
S
= sommergrün
Soziologie
Soziologie:
843
= Fagetalia sylvaticae
Bei fehlenden Informationen oder fehlender Karte siehe auch über-/untergeordnete Sippe. Bitte beachten Sie auch die Einleitungsseite zu den Steckbriefen.