Von der Kampenwand seit dem 19. Jahrhundert kontinuierlich belegt, kommt dort und auch im Nationalpark Berchtesgaden zwar selten, aber in ungestörten Populationen vor (Mitt. W. Lippert). Bei Altangaben am Schachenkopf (zit. Hegi 1904 u. 1906b) handelt es sich um Verwechslungen mit P. caulescens (Jung 1967/68). Die Vorkommen am Wendelstein (Schrank 1789 zit. in Sendtner 1854) und am Geigelstein (Herbarbeleg von Kranz n. p., 1856) wurden im 20. Jahrhundert nicht mehr belegt.
Anmerkungen aus Kommentierte Artenliste 2018 (Erläuterungen)
V 1101, BayAtlas 737; Berchtesgadener Alpen und Kampenwand, Altangaben von Wendelstein und Geigelstein unbestätigt; die Angaben vom Schachenkopf im Wettersteingebirge beruhen auf Fehlbestimmung (Jung 1967/68)
Kalk- und dolomitstet, humus- und feinerdearme Felsspalten und Ruhschuttfluren (V Cystopteridion), darin Charakterart der Ostalpen-Fingerkraut-Gesellschaft (AC Potentilletum clusianae), auch in subalpinen Blaugras- (V Seslerion variae) und in Polsterseggenrasen auf Felsabsätzen (AC Caricetum firmae).
Zeigerwerte nach Ellenberg
Lichtzahl
L:
8
= Lichtpflanze
Temperaturzahl
T:
2
= Kühle- bis Kältezeiger
Kontinentalitätszahl
K:
4
= subozeanisch
Feuchtezahl
F:
3
= Trockniszeiger
Reaktionszahl
R:
8
= Schwachbasen- bis Basenzeiger
Stickstoffzahl
N:
2
= stickstoffarme bis -ärmste Standorte anzeigend
Salzzahl
S:
0
= nicht salzertragend
Lebensform
Lebensform:
H
= Hemikryptophyt
Blattausdauer
Blattausdauer:
W
= überwinternd grün
Soziologie
Soziologie:
4211
= Potentillion caulescentis
Bei fehlenden Informationen oder fehlender Karte siehe auch über-/untergeordnete Sippe. Bitte beachten Sie auch die Einleitungsseite zu den Steckbriefen.