Nach Merxmüller (1977) in Bayern heimisch. Diese vermutlich indigenen Vorkommen beschränken sich auf kontinental geprägte Wärmeinseln in Nordbayern (Grettstadt, Grabfeld, Windsheimer Bucht). Weitere Vorkommen sind als Kulturrelikte bzw. Gartenflüchtlinge zu werten, so z. B. im Tal der Fränkischen Saale und um Bad Kissingen, die örtlich auch eingebürgert sein können (z. B. um Roth, K).
Anmerkungen aus Kommentierte Artenliste 2018 (Erläuterungen)
V: 773, BayAtlas 1883; RLBay, Suessenguth 1934, nach Merxmüller 1977 im Gebiet heimisch, was jedoch nur für Nordbayern gilt. Die Wildform selten vom Grabfeld bis in die Windsheimer Bucht (vgl. FRG, FHuG, auch in den schmalblättrigen var. glastifolia (Willd.) Wallr. und var. asphodeloides Wallr.), die Kulturform gelegentlich verwildert und auch lokal eingebürgert
Wildsippe: Auf (mäßig) trockenen, basen- und kalkreichen Lehmböden, im Gebiet auf Muschelkalk und Gipskeuper in Halbtrockenrasen (Cirsio-Brachypodion), wärmeliebenden Saumgesellschaften (Geranion sanguinei), auch in lichten Eichenwäldern (Mittelwäldern). Kultursippe: Als Kulturrest in Ackerbrachen, verschleppt in Ruderalgesellschaften, Schuttstellen und Deponien (Sisymbrion).
Zeigerwerte nach Ellenberg
Lichtzahl
L:
7
= Halblichtpflanze
Temperaturzahl
T:
7
= Wärmezeiger
Kontinentalitätszahl
K:
6
= subkontinental
Feuchtezahl
F:
4
= Trocknis- bis Frischezeiger
Reaktionszahl
R:
8
= Schwachbasen- bis Basenzeiger
Stickstoffzahl
N:
3
= auf stickstoffarmen Standorte häufiger
Salzzahl
S:
0
= nicht salzertragend
Lebensform
Lebensform:
H
= Hemikryptophyt
Blattausdauer
Blattausdauer:
S
= sommergrün
Soziologie
Soziologie:
6112
= Geranion sanguinei
Bei fehlenden Informationen oder fehlender Karte siehe auch über-/untergeordnete Sippe. Bitte beachten Sie auch die Einleitungsseite zu den Steckbriefen.