Kommt als Klimarelikt in Deutschland nur mehr als Gametophyt vor. In Bayern bislang für Spessart (S), Itz-Baunach-Hügelland, Obermainisches Hügelland (beide K) und Oberpfälzer Wald (O) nachgewiesen (Bennert et al. 1999). Die erst junge Kenntnis über die Vorkommen dieser Art verhinderte bislang die Aufnahme in die Landeslisten. Horn & Elsner (1997) schätzen die Gefährdungskategorie für Bayern als R ein (so auch Bennert et al. 1999), geben aber gleichzeitig an, dass verschiedene frühere und aktuelle Gefährdungsfaktoren einen konsequenten Biotopschutz verlangen. Genannt werden Waldbau und Gesteinsabbau. Außerdem wird eine Neubesiedelung geeigneter Standorte aus populationsbiologischen Gründen weitgehend ausgeschlossen. Rasbach et al. (1993 u. 1995), Kirsch & Bennert (1996) und Horn (1998) fordern deshalb konkrete Artenschutzmaßnahmen.
Anmerkungen aus Kommentierte Artenliste 2018 (Erläuterungen)
nur in der Gametophyten-Form selten im Spessart, in der Südrhön, den Haßbergen, im Obermainischen Hügelland und bei Waldmünchen im Oberpfälzer Wald (Kirsch & Bennert 1996, Horn & Elsner 1997)
Enge, dunkle Höhlungen und Spalten mit gleichmäßig hoher Luftfeuchtigkeit in wasserzügigen Silikatfelsen und vereinzelt in Silikatblockfeldern (insbesondere verschiedene Sandsteine). Die Wuchsorte zeichnet in der Regel eine extreme Lichtarmut aus. Die besiedelten Felsen befinden sich an schattigen bis halbschattigen Waldstandorten, häufiger in Nachbarschaft von Bächen oder Flussläufen. Die Gametophytenkolonien von T. speciosum kommen aufgrund der besonderen Standortbedingungen meist als eine außerhalb des syntaxonomischen Systems stehende, einartige Spezialistengesellschaft in Form einer „ Trichomans speciosum -Gametophyten-Reliktgesellschaft“ vor (Horn 1998). Eher selten sind gemeinsame Vorkommen mit Moosen und Grünalgen zu beobachten.
Bei fehlenden Informationen oder fehlender Karte siehe auch über-/untergeordnete Sippe. Bitte beachten Sie auch die Einleitungsseite zu den Steckbriefen.