Steckbriefe zu den Gefäßpflanzen Bayerns

Trichomanes speciosum Willd.
Prächtiger Dünnfarn

taxnr 7415
LfU-taxnr 9P0H573100

Systematik und Morphologie

Trachaeophyta

   Pteridophyta

      Pteridopsida

         Hymenophyllaceae Link

            Trichomanes L.

               Trichomanes speciosum Willd.

Verbreitung und Status

Die Verbreitungskarte zu Trichomanes speciosum Willd. wird geladen ...

 
Creative Commons License    Alle Verbreitungskarten sind unter einer Creative Commons-Lizenz lizenziert!

Erläuterungen zum Datenbestand
 

Status und Endemismus in Bayern

H

einheimisch

I

isolierter Vorposten

Verantwortung und Schutz
Verantwortung Deutschlands
(!) hohe Verantwortung Deutschlands für isolierte Vorposten
Schutzstatus in Bayern
§§ streng geschützt
Schutzverordnung
F FFH-Richtlinie
Gefährdung
Gefährdung nach Roter Liste Bayern 2024 (Erläuterungen)
2 stark gefährdet
Gefährdung n. RL Bayern 2024 - Hügel- u. Bergland (Erläuterungen)
2 stark gefährdet
Gefährdung n. RL Bayern 2024 - Alpen (Erläuterungen)
kN kein Nachweis
Gefährdung nach Roter Liste Deutschland 2018
* ungefährdet
Gefährdung nach Roter Liste Bayern 2003 (Erläuterungen)
R sehr selten
Anmerkungen zum Taxon
Anmerkungen aus Rote Liste Bayern 2024
das Vorkommen bei Waldmünchen ist verschollen 
Anmerkungen aus Rote Liste Bayern 2003
Kommt als Klimarelikt in Deutschland nur mehr als Gametophyt vor. In Bayern bislang für Spessart (S), Itz-Baunach-Hügelland, Obermainisches Hügelland (beide K) und Oberpfälzer Wald (O) nachgewiesen (Bennert et al. 1999). Die erst junge Kenntnis über die Vorkommen dieser Art verhinderte bislang die Aufnahme in die Landeslisten. Horn & Elsner (1997) schätzen die Gefährdungskategorie für Bayern als R ein (so auch Bennert et al. 1999), geben aber gleichzeitig an, dass verschiedene frühere und aktuelle Gefährdungsfaktoren einen konsequenten Biotopschutz verlangen. Genannt werden Waldbau und Gesteinsabbau. Außerdem wird eine Neubesiedelung geeigneter Standorte aus populationsbiologischen Gründen weitgehend ausgeschlossen. Rasbach et al. (1993 u. 1995), Kirsch & Bennert (1996) und Horn (1998) fordern deshalb konkrete Arten­schutzmaßnahmen. 
Anmerkungen aus Kommentierte Artenliste 2018 (Erläuterungen)
nur in der Gametophyten-Form selten im Spessart, in der Südrhön, den Haßbergen, im Obermainischen Hügelland und bei Waldmünchen im Oberpfälzer Wald (Kirsch & Bennert 1996, Horn & Elsner 1997) 
Flora von Bayern – Steckbriefe (Erläuterungen)
Bearbeiter
K. Horn 
Standort
Enge, dunkle Höhlungen und Spalten mit gleichmäßig hoher Luftfeuchtigkeit in wasserzügigen Silikatfelsen und vereinzelt in Silikatblockfeldern (insbesondere verschiedene Sandsteine). Die Wuchsorte zeichnet in der Regel eine extreme Lichtarmut aus. Die besiedelten Felsen befinden sich an schattigen bis halbschattigen Waldstandorten, häufiger in Nachbarschaft von Bächen oder Flussläufen. Die Gametophytenkolonien von T. speciosum kommen aufgrund der besonderen Standortbedingungen meist als eine außerhalb des syntaxonomischen Systems stehende, einartige Spezialistengesellschaft in Form einer „ Trichomans speciosum -Gametophyten-Reliktgesellschaft“ vor (Horn 1998). Eher selten sind gemeinsame Vorkommen mit Moosen und Grünalgen zu beobachten. 

 
 
 

Bei fehlenden Informationen oder fehlender Karte siehe auch über-/untergeordnete Sippe. Bitte beachten Sie auch die Einleitungsseite zu den Steckbriefen.