Zur früheren Verbreitung in Mainfranken siehe Ade (1943). Größere Verbreitung und zahlreichere Populationen im außeralpischen Bayern nur mehr im Frankenjura. In den unteren Lagen der Alpen einerseits durch Nutzungsaufgabe der Magerweiden rückläufig, andererseits durch verstärkten Weidebetrieb und Kunstdüngung. In den Primärrasen der Hochlagen häufig und ungefährdet (Dörr & Lippert 2001, Mitt. A. Mayer, R. Urban).
Anmerkungen aus Kommentierte Artenliste 2018 (Erläuterungen)
V 39, BayAtlas 25; Bennert 1999, RLBay, außerhalb der Alpen erheblicher Rückgang, >
Trockene bis frische, saure bis schwach basische, oberflächig dann aber entkalkte, nährstoffarme, flachgründige sandige bis sandig-lehmige Böden mit meist nur geringer Humusauflage an halbschattigen bis vollbesonnten Standorten. Besiedelt werden lückige und kurzrasige Trocken- und Magerrasen sowohl auf sauren als auch auf kalkhaltigen Ausgangsgesteinen, Randbereiche von Flachmooren sowie trockene, lichte Laub- und Nadelwälder. Daneben ist B. lunaria an Sekundärstandorten anthropogenen Ursprungs wie Weg- und Straßenböschungen, Eisenbahndämmen, Skipisten sowie aufgelassenen Abbaustellen zu finden. Die Echte Mondraute gilt als schwache Kennart der Borstgrasrasen (Nardetalia strictae), tritt aber auch in Trespen-Halbtrockenrasen (Bromion erecti) sowie in Schiller- und Silbergras-Pionierrasen (Koelerio-Corynephoretea) auf. In der subalpinen und alpinen Stufe werden ferner Blaugrasrasen (Seslerietalia) besiedelt.
Zeigerwerte nach Ellenberg
Lichtzahl
L:
8
= Lichtpflanze
Temperaturzahl
T:
x
= indifferentes Verhalten
Kontinentalitätszahl
K:
3
= ozeanisch bis subozeanisch
Feuchtezahl
F:
4
= Trocknis- bis Frischezeiger
Reaktionszahl
R:
x
= indifferentes Verhalten
Stickstoffzahl
N:
2
= stickstoffarme bis -ärmste Standorte anzeigend
Salzzahl
S:
0
= nicht salzertragend
Lebensform
Lebensform:
G
= Geophyt
Blattausdauer
Blattausdauer:
S
= sommergrün
Soziologie
Soziologie:
511
= Nardetalia
Bei fehlenden Informationen oder fehlender Karte siehe auch über-/untergeordnete Sippe. Bitte beachten Sie auch die Einleitungsseite zu den Steckbriefen.