Den Bedenken Dörrs (1970/71), dieses Glazialrelikt würde bald aussterben, konnte durch gezielte Biotopschutzmaßnahmen in A zwar entgegengewirkt werden, eine Trendwende ist aber noch nicht erreicht. Bayernweit sicherlich unter 20 rezente Wuchsorte (vgl. Dörr 2000), Bestände zumeist aber sehr klein und rückläufig. In H erloschen, jedoch unmittelbar benachbart noch bei Egmating (Mitt. M. Berg). Größte rezente Vorkommen im Murnauer und im Schluifelder Moos (Mitt. A. Mayer).
Anmerkungen aus Kommentierte Artenliste 2018 (Erläuterungen)
V 287, BayAtlas 2374; Hepp 1954, RLBay, deutlicher Rückgang, >
In dauerhaft nassen Zwischenmoor-Schlenken (Verband Caricion lasiocarpae). Typische Begleitarten sind z.B. Carex chordorrhiza, Carex diandra, Carex limosa, Menyanthes trifoliata, Braunmoose wie Hamatocaulis vernicosus und Torfmoose der Subsecunda-Gruppe. Nach Braun 1966 enge Bindung an Meesia triquetra -Wuchsorte, die in anderen Gebieten aber nicht festgestellt wurde. Gehäuftes Vorkommen weiterer biogeografisch bedeutsamer, seltener Arten, wie etwa Eriophorum gracile, Salix myrtilloides, Drepanocladus lycopodioides und Sphagnum obtusum ist im Umfeld von C. heleonastes Beständen aber fast ausnahmslos gegeben.
Zeigerwerte nach Ellenberg
Lichtzahl
L:
8
= Lichtpflanze
Temperaturzahl
T:
5
= Mäßigwärmezeiger
Kontinentalitätszahl
K:
7
= subkontinental bis kontinental
Feuchtezahl
F:
9
= Nässezeiger
F2:
u
= Überschwemmungszeiger
Reaktionszahl
R:
4
= Mäßigsäure- bis Säurezeiger
Stickstoffzahl
N:
3
= auf stickstoffarmen Standorte häufiger
Salzzahl
S:
0
= nicht salzertragend
Lebensform
Lebensform:
H
= Hemikryptophyt
Blattausdauer
Blattausdauer:
S
= sommergrün
Soziologie
Soziologie:
1715
= Caricion lasiocarpae
Bei fehlenden Informationen oder fehlender Karte siehe auch über-/untergeordnete Sippe. Bitte beachten Sie auch die Einleitungsseite zu den Steckbriefen.