Steckbriefe zu den Gefäßpflanzen Bayerns

Die Steckbriefe zu den Gefäßpflanzen Bayerns sind über die nebenstehende Suche zugänglich; hier werden auch die bisher erfassten Synonyme aufgelistet. Innerhalb der Steckbriefe kann auch durch die gesamte Systematik der Gefäßpflanzen navigiert werden. Über die Checkliste und die Rote Liste sind die Steckbriefe ebenfalls aufrufbar.

Die Steckbriefe enthalten folgende Informationen:

Name

Wissenschaftlicher Name

Die wissenschaftlichen Namen richtet sich nach: Kommentierte Artenliste der Farn- und Blütenpflanzen Bayerns (Lippert & Meierott 2014), Rote Liste gefährdeter Gefäßpflanzen Bayerns mit regionalisierter Florenliste (Scheuerer & Ahlmer 2003), Standardliste der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands (Wisskirchen & Haeupler 1998). Neuere Erkenntnisse werden jederzeit aufgenommen.

Deutscher Name

Die deutschen Namen folgt ebenfalls den o.g. Übersichten, ergänzt um Angaben weiterer einschlägiger Literatur (Oberdorfer, Rothmaler etc.). Zu zahlreichen Sippen in kritischen Artengruppen wurden von den jeweiligen Bearbeitern deutsche Namen soweit wie möglich ergänzt.

Taxonomische Referenznummer

Rechts neben dem wissenschaftlichen Namen ist jeweils die Taxonomische Referenznummer (taxnr) des Namens angegeben. Dies ist eine in der Floristischen Kartierung bundesweit einheitliche, eindeutige Referenznummer des wissenschaftlichen Namens. Die taxnr ist entscheidend wichtig in allen datenbanktechnischen Belangen und sollte immer mit dem Namen mitgeführt werden − sie ist auch Bestandteil von Erfassungsprogrammen wie FLOREIN.

Systematik und Morphologie

Systematik

Die Systematik folgt noch weitgehend der Standardliste der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands (Wisskirchen & Haeupler 1998).

Durch Klick auf die Namen kann durch das gesamte System der Gefäßpflanzen navigiert werden.

Synonyme

Dies ist keine vollständige Sammlung aller Synonyme einer Sippe; hier werden die wichtigsten gängigen Synonyme aufgelistet sowie alle, die im Zuge der Datenerhebungen aus bayerischen Quellen erfasst werden.

Abbildungen

Hier wollen wir im Laufe der Zeit eine möglichst umfassende Sammlung von aussagekräftigen Abbildungen zur bayerischen Flora zusammenstellen. Derzeit verfügen wir über die Bilder zur Flora exsiccata Bavarica und eine schnell wachsende Zahl privater Fotografien. Die Bearbeitung eingeschickter Fotos kann mangels Kapazitäten allerdings längere Zeit in Anspruch nehmen.

Einen Überblick über den derzeitigen Stand der Abbildungen verschafft die Checkliste mit der ersten Spalte.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir aus Gründen des Artenschutzes keine Daten bzw. Wuchsorte für fotografische Zwecke herausgeben können.

 
Copyright

Creative Commons License Alle Rechte liegen bei den Bildautoren. Alle Fotos sind unter einer Creative Commons-Lizenz lizenziert und damit für die nichtkommerzielle Nutzung unter bestimmten Bedingungen freigegeben. Insbesondere ist darauf zu achten, dass bei einer öffentlichen Nutzung (z.B. Vorträge) die Bildautorenschaft klar ersichtlich ist.

Verbreitung und Status

Verbreitungskarte

Datenbestand

Unsere Datenbank beinhaltet derzeit über 5 Millionen Verbreitungsangaben auf Quadratenniveau oder feiner; weitere etwa 8 Millionen Daten (v.a. aus den Beständen des Bayerischen Landesamtes für Umwelt) sind in Vorbereitung. Feinrasterdaten und punktgenaue Angaben nehmen glücklicherweise ständig zu, aus Daten- und Artenschutzgründen werden diese hier aber zu Quadrantendaten aggregiert. In ihrem vollen Umfang werden die Daten nur für wissenschaftliche und naturschutzrelevante Zwecke zur Verfügung gestellt. Dies geschieht u.a. aktuell im laufenden Projekt Flora von Bayern − Datenfluss DWB und FIS-Natur .

Diese Verbreitungsdaten sind zum größten Teil den Hunderten von ehrenamtlichen Kartiererinnen und Kartierern zu verdanken, die teilweise seit Jahrzehnten lokal oder regional an zahlreichen Kartierungsprojekten mitarbeiten (s.a. Botanische Vereinigungen und Projekte sowie Geschichte der floristischen Erforschung Bayerns ). Weitere Datenquellen sind wissenschaftliche Arbeiten sowie Literatur- und Herbarauswertungen. Auch das Bayerische Landesamt für Umwelt leistet mit seinen Daten aus den Artenschutz- und Biotopkartierungen einen bedeutenden Beitrag zur Vervollständigung.

Trotz der beachtlichen Datenmenge hinkt insbesondere die Literaturauswertung der Aktualität zum Teil noch stark hinterher. Künftig ist auch hier noch aufzuholen.

Der aktuelle Stand der BIB-Karten entspricht dem Verbreitungsatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands (NetPhyD & BfN 2013). Weitere Datenbestände werden nach und nach zugeschaltet.

 
Kartenbild und Statusangaben

Die Kartenbilder geben weitgehend die Originaldaten wieder, was zur Folge hat, dass Statusdifferenzierungen (einheimisch - eingebürgert - unbeständig) in einer Karte uneinheitlich sind. Auch werden bei der Erfassung im Gelände oftmals Klein- und Unterarten nicht unterschieden, regionenweise aber doch, wodurch "Projektkarten" entstehen. Pauschale Korrekturen hinsichtlich einheitlicher Statuswiedergaben und Datenübertragungen von Art- auf Unterart-Niveau finden nur vorsichtig und periodisch statt. Aggregierungen nach oben (Unterart -> Art -> Aggregat) werden in den Karten dagegen automatisch immer vorgenommen.

Unabhängig von den gemeldeten Statusangaben wird zusätzlich noch der für Bayern angenommene Status einer Sippe angegeben. Dieser Status kann regional abweichen, angegeben wird immer der höchste Status. Tritt eine Art zum Beispiel landesweit überwiegend unbeständig auf, hat sich lokal jedoch eingebürgert, so ist der Status bezüglich des Landes Bayern als "eingebürgert" zu bezeichnen.

Der Status für Bayern wird künftig viel stärker differenziert werden; derzeit wird nur "einheimisch" (H), "eingebürgert" (E) und "unbeständig" (im weitesten Sinne - U) unterschieden.

Endemismus

E

Endemit: Die Sippe ist in ihrer Verbreitung gänzlich auf Bayern beschränkt (bayerischer Endemit).

(E)

Subendemit: Die Sippe kommt nur in Bayern und in benachbarten Ländern vor, ihr Areal ist auf Mitteleuropa beschränkt (mitteleuropäischer Endemit).

I

Isolierter Vorposten: Deutliche Isolierung der deutschen Vorkommen mit bayerischem Anteil am globalen Areal.

Verantwortung und Schutz

Verantwortung für den Erhalt

a

Alleinverantwortung Bayerns innerhalb Deutschlands: Für den Erhalt der international bedeutsamen Sippe trägt Bayern die Alleinverantwortung innerhalb Deutschlands.

h

Hauptverantwortung Bayerns innerhalb Deutschlands: Für den Erhalt der international bedeutsamen Sippe trägt Bayern die Hauptverantwortung innerhalb Deutschlands.

Schutzstatus

§

besonders geschützt

§§

streng geschützt

A

Bundesartenschutzverordnung

C

CITES, Washingtoner Artenschutzabkommen

F

FFH-Richtlinie

NatEG

Naturschutz-Ergänzungsgesetz

Gefährdung und Bestandsentwicklung

Gefährdung nach Roter Liste Bayern 2003

Die hier wiedergegebenen Gefährdungskategorien entsprechen der Druckfassung von: Scheuerer, M. & W. Ahlmer (2003): Rote Liste gefährdeter Gefäßpflanzen Bayerns mit regionalisierter Florenliste. - Schriftenr. Bayer. Landesamt f. Umweltschutz 165: 372 S. Abweichungen, die aufgrund neuerer Erkenntnisse hiervon vorzunehmen sind, werden im Text wiedergegeben.

Zu den Gefährdungskategorien und Florenregionen siehe Rote Liste der Gefäßpflanzen Bayerns.

Gefährdung nach Roter Liste Deutschland 1996

Gefährdungskategorien nach der Roten Liste Deutschlands (Korneck et al. 1996).

Artenhilfsmaßnahmen

Hier werden wir in Bayern bereits durchgeführte bzw. laufende Artenhilfsmaßnahmen wiedergeben (Regierungen der bayerischen Regierungsbezirke oder Bayerisches Landesamt für Umwelt).

Biologie und Ökologie

Zeigerwerte nach Ellenberg

Ellenberg, H., H. E. Weber, R. Düll, V. Wirth, W. Werner & D. Paulissen (2001): Zeigerwerte von Pflanzen in Mitteleuropa. − 3. Aufl., Scripta Geobotanica 18.