Steckbriefe zu den Gefäßpflanzen Bayerns

Orchis ustulata L.
Brand-Knabenkraut

taxnr 3992
LfU-taxnr 9P0H373600

Systematik und Morphologie

Trachaeophyta

   Spermatophyta

      Magnoliophytina

         Liliopsida DC.

            Liliidae Takht.

               Orchidales Bromhead

                  Orchidaceae Juss.

                     Orchis L.

                        Orchis ustulata L.

                           H Orchis ustulata L. subsp. ustulata

                           H Orchis ustulata subsp. aestivalis (Kümpel) Kümpel & Mrkvicka

 
Syn./incl.: Neotinea ustulata (L.) R.M. Bateman & al.

Abbildungen zu Orchis ustulata L.

 

 

 

 
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Verbreitung und Status

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Erläuterungen zum Datenbestand
 

Status in Bayern

H

einheimisch

Verantwortung und Schutz

Schutzstatus

§ C

besonders geschützt, Washingtoner Artenschutzabkommen

Gefährdung und Bestandsentwicklung

Gefährdung nach Roter Liste Bayern 2003

3

gefährdet

Gefährdung nach Roter Liste Deutschland 1996

2

stark gefährdet

Anmerkungen zum Taxon
Anmerkungen aus Rote Liste Bayern 2003
Hier wird dem Konzept von Kümpel & Mrkvicka (1990) gefolgt, wonach es eine früh- (ssp. ustulata) und eine spätblühende (ssp. aestivalis) Form gibt (vgl. Reineke & Rietdorf 1991). Wucherpfennig (1992) beschreibt die spätblühende Sippe auch für Bayern. Die Sippen unterscheiden sich offensichtlich auch in ihren Standorten und Verbreitungsschwerpunkten: O. ustulata ssp. aestivalis bevorzugt frischere, wechseltrockene Standorte (Arrhenatheretum brometosum, Mesobrometum cirsietosum tuberosi, Cirsio-Molinietum brometosum, Gentiano-Brometum cirsietosum tuberosum). Vor allem in den Alpen und im Alpenvorland. O. ustulata ssp. ustulata kommt nur auf Trocken- und Halbtrockenstandorten (Gentiano-Koelerietum caricetosum humilis, Mesobrometum typicum, Mesobrometum caricetosum humilis, Gentiano-Brometum caricetosum humilis) vor. Vor allem im Muschelkalk und in der Frankenalb. Auf den Brennenstandorten der Alpenflüsse kommen beide Sippen nebeneinander vor, wobei sie jedoch je nach Standortfeuchte deutlich differieren.
Anmerkungen aus Kommentierte Artenliste 2014 (Erläuterungen)
V 479, BayAtlas 2480; RLBay, die Untergliederung in die spätblühende subsp. aestivalis (Kümpel) Kümpel & Mrkvicka (in Bayern in O H M A) und die subsp. ustulata wird in Rothmaler 2011 aufrechterhalten, Buttler & Hand 2008 stufen sie, Haraštová-Sobotkova et al. 2005 folgend, als Varietäten ein

Zeigerwerte nach Ellenberg

Lichtzahl

 L: 

7

 = Halblichtpflanze

Temperaturzahl

 T: 

5

 = Mäßigwärmezeiger

Kontinentalitätszahl

 K: 

5

 = subozeanisch bis subkontinental

Feuchtezahl

 F: 

4

 = Trocknis- bis Frischezeiger

Reaktionszahl

 R: 

x

 = indifferentes Verhalten

Stickstoffzahl

 N: 

3

 = auf stickstoffarmen Standorte häufiger

Salzzahl

 S: 

0

 = nicht salzertragend

 

Lebensform

 Leb: 

G

 = Geophyt

Blattausdauer

 Bl: 

S

 = sommergrün

Soziologie

 Sozio: 

5322

 = Mesobromion

 
 
 

Bei fehlenden Informationen oder fehlender Karte siehe auch über-/untergeordnete Sippe. Bitte beachten Sie auch die Einleitungsseite zu den Steckbriefen.